Auf einen Blick
- Vergleichende Laborstudie zu Druck- und Spaltzugfestigkeit von Beton mit OPC- und PCC-Zement
- BetonMix-Zusatzmittel (500 ml) verbessert Verarbeitbarkeit und mechanische Festigkeit signifikant
- OPC mit BetonMix erzielt höchste Druckfestigkeit bei geplanter 25 MPa Ausgangsfestigkeit
- PCC mit BetonMix bietet wirtschaftliche und umweltfreundliche Alternative mit guten Festigkeitswerten
- Praxisnahe Entscheidungshilfe für Zementauswahl im Mauerhandwerk
Die Publikation „Comparative Analysis of Concrete Compressive Strength Using OPC Cement and PCC Cement with A Mix of Concrete Additives" (2026) untersucht vergleichend die mechanischen Eigenschaften von Beton unter Verwendung verschiedener Zementtypen und Zusatzmittel. Im Fokus stehen Ordinary Portland Cement (OPC) und Portland Composite Cement (PCC) in Kombination mit dem Zusatzmittel BetonMix. Die Studie liefert direkte Anwendungskenntnisse für das Mauerhandwerk, da Beton und Stahlbetonkonstruktionen zu den Kernkompetenzen von Maurern gehören.
Druck- und Spaltzugfestigkeit im Vergleich
Die experimentelle Laborstudie folgte den indonesischen Normen SNI 7656:2012 für Betonmischung und SNI 1974:2011 für Druckfestigkeitsprüfung. Untersucht wurden vier Mischungsvarianten: Normalbeton, OPC-Beton, OPC mit 500 ml BetonMix sowie PCC mit 500 ml BetonMix. Die zylindrischen Probekörper wurden nach festgelegten Zeitintervallen auf Druck- und Spaltzugfestigkeit geprüft. Die Ergebnisse zeigen, dass OPC-Beton grundsätzlich höhere Festigkeitswerte erreicht als PCC-Beton. Die Zugabe von BetonMix steigert die Druckfestigkeit bei beiden Zementtypen, wobei der Anstieg bei PCC prozentual stärker ausfällt. Die höchste Druckfestigkeit wurde mit der Kombination aus OPC und BetonMix erreicht, gefolgt von OPC ohne Zusatz, PCC mit BetonMix und PCC ohne Zusatz.
Verarbeitbarkeit und Arbeitsfähigkeiten
Neben der mechanischen Festigkeit untersuchte die Studie die Verarbeitbarkeit mittels Slump-Test nach SNI 1972:2008. Die Zugabe von 500 ml BetonMix pro Mischung verbesserte die Konsistenz und Arbeitsfähigkeit des Frischbetons signifikant. Dies ist für Maurer praktisch relevant, da eine bessere Verarbeitbarkeit die Verarbeitung auf der Baustelle erleichtert, insbesondere bei komplexen Schalungen und bewehrten Konstruktionen. Die verbesserte Fließfähigkeit führt zu besserer Verdichtung und reduziert Hohlräume im ausgehärteten Beton, was die Dauerhaftigkeit erhöht.
Wirtschaftlichkeit und Umweltaspekte
PCC-Zement enthält Nebenbestandteile wie Flugasche, Hochofenschlacke oder natürliche Puzzolane und gilt als umweltfreundlichere Alternative zu OPC, da dessen Produktion weniger CO₂ emittiert. Die Studie zeigt, dass PCC mit BetonMix trotz geringerer Ausgangsfestigkeit durch den Zusatz konkurrenzfähige mechanische Eigenschaften erreicht. Die Kombination aus PCC und BetonMix stellt somit eine wirtschaftliche und umweltfreundliche Alternative dar, insbesondere für Bauvorhaben, bei denen Kosteneffizienz und Nachhaltigkeit gleichermaßen gefragt sind. Für Maurerbetriebe ergeben sich hier Potenziale zur Optimierung der Materialkosten bei gleichbleibender Qualität.
Transferpotenzial für Maurer
Die Erkenntnisse dieser Studie lassen sich direkt in der betrieblichen Praxis von Maurerbetrieben umsetzen. Bei der Herstellung von Beton- und Stahlbetonkonstruktionen – insbesondere Fundamenten, Stützen und Tragwänden – kann gezielt zwischen OPC und PCC je nach Anforderungsprofil gewählt werden. Für Konstruktionen mit höchsten Festigkeitsanforderungen empfiehlt sich die Kombination aus OPC und BetonMix-Zusatzmittel. Bei Standardbauvorhaben mit Augenmerk auf Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit bietet die Kombination aus PCC und BetonMix eine gleichwertige Alternative.
Die Verbesserung der Verarbeitbarkeit durch BetonMix reduziert den Arbeitsaufwand auf der Baustelle und erhöht die Qualität durch bessere Verdichtung. Maurer sollten die Dosierungsempfehlung von 500 ml BetonMix pro Mischung beachten und die Ergebnisse durch eigene Probewürfel-Tests validieren. Für Bauprojekte mit definierten Festigkeitsklassen (z. B. C25/30 nach DIN EN 206) können diese Laborergebnisse als Referenz dienen, wobei nationale Normen und Zulassungen zu beachten sind.
Fazit
Die vergleichende Analyse bestätigt, dass beide Zementtypen – OPC und PCC – in Kombination mit BetonMix-Zusatzmittel geeignete Bindemittel für strukturellen Beton darstellen. OPC mit BetonMix erreicht die höchste Druckfestigkeit, während PCC mit BetonMix eine wirtschaftliche und umweltfreundliche Alternative bietet. Für das Mauerhandwerk ergeben sich konkrete Handlungsempfehlungen zur Materialauswahl und Mischungsoptimierung. Eine direkte Übertragbarkeit auf Baustellenbedingungen erfordert jedoch ergänzende Untersuchungen unter realen Umweltbedingungen und unter Einhaltung nationaler Normen.
Quellen
- Primär: Comparative Analysis of Concrete Compressive Strength Using OPC Cement and PCC Cement with A Mix of Concrete Additives (2026). https://doi.org/10.59261/jequi.v8i1.268